Tipps und Ratschläge zum Bohren eines Lochs in den Boden mit einer Erdbohrmaschine

Eine Erdbohrmaschine verzeiht keine Ungenauigkeiten. Der Zweitaktmotor liefert genügend Drehmoment, um die meisten Böden zu durchdringen, aber die Technik des Bedieners bestimmt ebenso das Ergebnis wie die Leistung der Maschine. Bevor das Bohren beginnt, verdienen mehrere Parameter besondere Aufmerksamkeit: die Beschaffenheit des Geländes, das Risiko von unterirdischen Leitungen und das Management von Hindernissen in der Tiefe.

Unterirdische Leitungen und Geländevorbereitung vor dem Bohren

Spezialisierte Inhalte zur Erdbohrmaschine erläutern ausführlich die Wahl des Bohrers oder den Start des Motors. Die Überprüfung der unterirdischen Leitungen hingegen wird oft nur in einem Satz behandelt. Dabei ist dies der Schritt, der ein einfaches Loch für einen Zaun in einen ernsthaften Vorfall verwandeln kann.

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Gasleitungen, elektrische Kabel, Wasserleitungen, Glasfasern: Je nach Region können verschiedene Arten von Leitungen in geringer Tiefe durch einen Garten verlaufen. In Frankreich verpflichtet das DT-DICT-System (Deklaration von Arbeiten und Absichtserklärung zum Beginn von Arbeiten) die Bauherren, die Betreiber von Leitungen vor jedem Bohren des Bodens zu konsultieren. Für eine Privatperson, die einen Zaun installiert, erfolgt der Prozess über den Online-Dienst.

Die visuelle Inspektion des Geländes ergänzt diese administrative Überprüfung. Bevor der Bohrer auf den Boden gesetzt wird, muss der Arbeitsbereich von allen Trümmern, sichtbaren Steinen oder Pflanzenresten befreit werden. Zu wissen, wie man mit einer Erdbohrmaschine ein Loch in die Erde gräbt, beginnt mit dieser Vorbereitungsphase, lange bevor der Motor gestartet wird.

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In die Erde mit einer Erdbohrmaschine gegrabenes Loch mit daneben liegendem Werkzeug

Lehm- oder Kompaktboden: die Technik des schrittweisen Entlastens

Nicht alle Böden lassen sich gleich bohren. Ein lockerer und sandiger Boden lässt den spiralförmigen Bohrer fast ohne Widerstand abtauchen. Ein lehmiger, verdichteter oder kiesiger Boden verhält sich ganz anders, und hier passieren die meisten Fehler.

Das Erzwingen des Abtauchens in einem kompakten Boden ist der Reflex, den man unbedingt vermeiden sollte. Der Bohrer blockiert, das Drehmoment des Motors wird auf die Griffe übertragen, und das Risiko eines Kickbacks (brutaler Rückstoß der Maschine) steigt erheblich. Neuere technische Leitfäden empfehlen eine Methode des schrittweisen Entlastens:

  • Den Bohrer etwa zwanzig Zentimeter tief eindrücken und dann vollständig anheben, um die entlang der Schraube angesammelten Erdmassen zu entfernen.
  • Den Vorgang in aufeinanderfolgenden Stufen wiederholen, bis die gewünschte Tiefe erreicht ist, während der Bohrer beim Anheben weiterläuft, um die Erde leichter auszustoßen.
  • Bei Kontakt mit einer dicken Wurzel oder einem Stein sofort den Motor abstellen, anstatt weiter zu bohren. Das Hindernis manuell beseitigen, bevor das Bohren fortgesetzt wird.

Feuchter Lehm stellt ein spezifisches Problem dar: Er klebt am Bohrer und bildet einen Pfropfen, der die natürliche Entsorgung der Erdmassen verhindert. Einige Bediener gießen etwas Wasser in das Loch, um das Anheben zu erleichtern, aber die Rückmeldungen aus der Praxis variieren hinsichtlich der tatsächlichen Wirksamkeit dieser Methode je nach Dichte des Lehms.

Durchmesser des Bohrers an die Art der Arbeiten anpassen

Die Wahl des Bohrdurchmessers hängt direkt vom vorgesehenen Einsatz ab. Für einen Zaunpfosten reicht in der Regel ein Bohrer mit moderatem Durchmesser aus. Für das Pflanzen eines Obstbaums ist ein größerer Durchmesser erforderlich, um Platz für die Wurzeln und das Füllsubstrat zu lassen.

Die Erhöhung des Durchmessers des Bohrers erhöht auch den Widerstand des Bodens und damit die Beanspruchung des Motors und des Bedieners. Auf schwierigen Böden ist es manchmal besser, ein Vorloch mit einem schmalen Bohrer zu bohren und dann im zweiten Durchgang zu erweitern.

Kickback und Sicherheit: Was die Bohrersicherung nicht garantieren kann

Der Kickback bleibt die Hauptgefahr bei der Verwendung einer Erdbohrmaschine. Er tritt auf, wenn der Bohrer auf ein hartes Hindernis (Gestein, Wurzel, Leitung) trifft und das Drehmoment des Motors abrupt auf die gesamte Maschine übertragen wird, die dann in den Händen des Bedieners dreht.

Die meisten modernen Erdbohrmaschinen verfügen über eine Sicherheitskupplung, die die Übertragung im Falle einer Blockade unterbricht. Diese Vorrichtung verringert das Risiko, beseitigt es jedoch nicht. Die Sicherheitskupplung schützt nicht vor einem Hindernis, das mit voller Drehgeschwindigkeit getroffen wird.

Zwei Männer, die gemeinsam eine Erdbohrmaschine auf einem geneigten Gelände verwenden

Mehrere zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen verringern die Exposition gegenüber Kickbacks:

  • Die beiden Hände während des gesamten Bohrvorgangs fest, aber nicht verkrampft an den Griffen halten.
  • In den ersten Zentimetern mit moderatem Drehzahl arbeiten, um den Widerstand des Bodens zu beurteilen.
  • Vibrationsdämpfende Handschuhe, Sicherheitsschuhe und Schutzbrillen tragen. Erd- und Steinprojektionen sind häufig.
  • Bei Modellen für zwei Bediener sich verbal vor jedem Start und Stopp absprechen.

Ein einzelner Bediener an einer für zwei Personen konzipierten Erdbohrmaschine setzt sich einem deutlich höheren Verletzungsrisiko aus. Das Gewicht der Maschine und die Reaktionskraft im Falle einer Blockade übersteigen das, was eine einzige Person zuverlässig kontrollieren kann.

Wartung des Zweitaktmotors und Langlebigkeit des Bohrers

Der Motor einer Erdbohrmaschine funktioniert mit einem Benzin-Öl-Gemisch, dessen Dosierung je nach Hersteller variiert. Ein Gemisch, das zu arm an Öl ist, beschleunigt den Verschleiß des Zylinders. Ein zu fettes Gemisch verstopft die Zündkerze und reduziert die beim Bohren verfügbare Leistung.

Nach jeder Arbeitssitzung verlängert die Reinigung des spiralförmigen Bohrers seine Lebensdauer. Getrocknete Erde, insbesondere lehmige, korrodiert allmählich den Stahl, wenn sie längere Zeit in Kontakt bleibt. In den meisten Fällen reicht ein Wasserstrahl gefolgt von einer leichten Ölung aus.

Der Luftfilter ist das am stärksten exponierte Teil beim Bohren in trockenem und staubigem Boden. Seine Überprüfung und Reinigung vor jeder Benutzung verhindert einen schrittweisen Leistungsverlust, den viele Benutzer fälschlicherweise einem Problem mit dem Vergaser zuschreiben.

Der Markt entwickelt sich auch in Richtung akkubetriebener Erdbohrmaschinen für Fachleute, mit Argumenten, die sich auf die Geräuschreduzierung, das Fehlen direkter Emissionen und eine reduzierte Wartung konzentrieren. Für intensive Arbeiten in schwierigen Böden behält die Erdbohrmaschine den Vorteil des Motorendrehmoments, aber der Leistungsunterschied verringert sich bei den gängigen Anwendungen im Garten- und Zaunbau.

Tipps und Ratschläge zum Bohren eines Lochs in den Boden mit einer Erdbohrmaschine